Douglas Trumbull überreicht eDward III!

Der Nachwuchsfilmpreis eDward III, ein Projekt der Landesintitiative Hessen media, wurde diesmal vom Juryvorsitzenden Douglas Trumbull verliehen, einem der ganz großen Namen der Visual Effects-Szene ("Blade Runner", "2001-Odyssee im Weltraum").
Den "late lounge"-Publikumspreis überreichte hr-Moderator Roberto Cappelluti an Ralf Kopp aus Darmstadt für seinen Spot "Denk anders". Wie schon im vergangenen Jahr hatte die Kultsendung "late lounge" ihren Zuschauern die eDward-Spots eine Woche lang nach der Sendung im Hessen Fernsehen präsentiert, abgestimmt wurde per Internet.
Die Sieger und Finalisten findet Ihr weiter unten.

eDward-Preisträger 2002

Handicap - Menschen mit Behinderung

 

 Platz 1

Respekt


Von
Sven Eppmann, Dortmund





Inhalt: Ein Mann im Rollstuhl in einer fast vollkommen leeren Wohnung. Eine triste Umgebung - Halbdunkel, lange Schatten, vertrocknete Blumen. Dazu traurig melancholische Klaviermusik. Sprecher: "Man fühlt sich nutzlos und leer - nichts ist demütigender..." Der Mann im Rollstuhl rollt langsam auf ein Fenster zu. Plötzlich ein harter Schnitt, das Musikthema wechselt. Flashback. Schnelle Schnitte, harte Gitarrenklänge. Der gleiche Mann und weitere Rollstuhlfahrer bei Basketballspielen in einer Sporthalle. Das Spiel ist schnell, es geht um alles. Sprecher: "...als im Finale einen draufzukriegen." Schlusseinblendung: "Behinderte Menschen verdienen Respekt - kein Mitleid."

Die Jury: "Ein starkes Konzept mit einer überraschenden Wendung, die typische Erwartungen entlarvt, indem sie eine ans sich alltägliche Ge- schichte erzählt: Von einem Mann, dessen Niederlage nicht seine Be- hinderung ist. Der Film ist klug aufgebaut, atmosphärisch dicht und ziel-führend. Es wird Position bezogen und ihr Gedanke gegen Vorurteile mit großer Kraft verteidigt. Die Umsetzung ist sehr gut gelungen: Kamera, Schnitt und Sound-Design unterstützen die dramaturgische Wendung. Vor allem aber ist der Claim "Respekt statt Mitleid" wahr und sehr gut inszeniert."

 Platz 2

Blind Vertrauen

Von
Marc O. Seng und Marc Achenbach,
Ludwigsburg


 

Inhalt: Ein schnelles Auto, weite Landschaften, staubige Strassen. Am Steuer: Ein junger, cooler Mann mit Dreitagebart und Sonnenbrille. Ein geübter Fahrer. Er fährt sportlich, nimmt Kurven und Abbiegungen mit Tempo. Ein elektronisches Navigationssystem weist ihm dabei den Weg. Immer wieder gibt die weibliche Stimme ihm Hinweise, an Welcher Kreuzung er abbiegen muss und welche Distanzen noch zu fahren sind. Das System funktioniert so genau, dass es den Fahrer mit seinen Angaben bis direkt vor seine Haustüre lotst. Knapp vor einer Treppe, die zur Eingangstüre führt, kommt der Wagen mit einer harten Bremsung zum Stehen. Die Seitentüre öffnet sich, und das erste, was das Auto verlässt, ist die Spitze eines weißen Blindenstocks. Der Fahrer des Wagens steigt aus und tastet sich mit seinem Stock die Treppe hinauf zur Haustüre.

Die Jury: "Ein glücklicher Mann mit Spaß am Leben, dessen Behinderung keine mehr ist. Dynamisch in Bildgestaltung, über Schnitt und Sound Design wird eine tatsächlich (noch) unmögliche Situation - ein Blinder fährt Auto - optimistisch aufgefangen. Die Geschichte ist sehr gut inszeniert und stimmt hoffnungsvoll. Ein Spot auf professionellem Niveau."

 Platz 3

Blindness


Von
Ralph Etter, Zürich





 

Inhalt: Sehen wir, was wir sehen? Wir (Sehenden) vertrauen den Bildern, die wir sehen. Aber was ist, wenn wir keine Bilder sehen? Zu Beginn des Spots: Das Bild ist schwarz. Doch die Geräusche lassen darauf schließen, dass die Szene in einem Saloon spielt. Stimmengewirr, Musik. Plötzlich bricht die Stimmung ab. Schritte, Türenknallen, ein Schuss fällt. Aufblende - doch zu sehen ist nun nicht die Szenerie, die man sich eben vorgestellt hat - sondern ein Geräuschemacher. Er lässt die Szenerie rein über die Geräusche in Kopf der Zuschauer entstehen. Schlusseinblendung: "What about you?"

Die Jury: "Eine Illusion wird mit knappsten Mitteln geschaffen und filmisch gut aufgehoben. Dem Betrachter wird sein eigenes Vorurteil sprichwörtlich vor Augen geführt und offenbart, dass Augenlicht nicht die einzig mögliche Sichtweise der Welt ist. Der Film überrascht und amüsiert, die ästhetische Umsetzung ist sparsam und dadurch gelungen."

 
 Finalist 4

"..."

Von
Bruno Forzani, Menton (B)

Inhalt: Der Spot zeigt einen männlichen und einen weiblichen Körper, die sich nackt gegenüberliegen. Mit ihren Händen fahren die beiden über die Haut des Anderen, ertasten die Haare, de Augen, die Lippen, die Schultern des anderen. Die Worte "Ich liebe Dich" werden in verschieden Sprachen eingeblendet. Zum Schluss des Spots wird das Zeichen der Taubstummen-Sprache für "Ich liebe Dich" gezeigt, das genauso international ist, wie die Berührungen, die die beiden Liebenden austauschen.
 
 Finalist 5

Commercial Break

Von
Nicolas Semak,
Dominique Dring,
Tobias Springer,
Jan Krauß
Studenten aus Frankfurt am Main


 

Inhalt: Ein Film im Stil eines Werbespots: Ein Wissenschaftler wirbt für den genetischen Ausschluss von Behinderungen. Er preist die Vorteile genetischer Manipulations-möglichkeiten, die verhindern sollen, dass behinderte Kinder zur Welt kommen, deren Leben angeblich nicht lebenswert ist. Zum Schluss sieht man eine Frau vor dem Fernseher, die sich diese Werbepause angeschaut hat: Sie ist selbst behindert und sitzt im Rollstuhl.
 Finalist 6

Denk anders

Von
Ralf Kopp, Darmstadt
Inhalt: Der Spot zeigt das Piktogramm für "Behindertengerecht": Ein weißes Strichmännchen im Rollstuhl vor blauem Hintergrund. Einblendung: "Kann so ein Leben Spass machen?" Das Piktogramm wird animiert. Es dreht sich und ein zweites Strichmännchen ist zu sehen, das neben dem Rollstuhl kniet und über dem Schoss des Rollstuhlfahrers unzweideutige Handlungen mit dem Mund unternimmt. Einblendung: "Vielleicht ja mehr als ihres." Weiterhin zeigt der Spot zwei Strichmännchen beim Oral-Sex. Einblendung: "Denk anders - das hilft".
 
 Finalist 7

Klotz am Bein

Von
Katrin Schlitt, Hamburg
Kunststudentin, Hochschule f. bildende Künste, Hamburg

 

Inhalt: Dieser Animationsfilm zeigt einen Menschen, der vor grauen Hintergrund spazieren geht. Da taucht ein Hindernis vor ihm auf: ein roter, viereckiger Gegenstand. Der Mensch stolpert und fällt.. Er bleibt liegen, versucht sich aufzurappeln, was zunächst misslingt. Dann kommt er wieder auf die Beine. Doch seine Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, er kann sich nicht mehr richtig bewegen. Der Unfall hat für ihn schwerwiegende Folgen: Wie ein Klotz am Bein trägt er seine Behinderung bildlich mit sich herum.

 Finalist 8

Menschen wie Du und ich?

Von
Pascal Chavel, Nürnberg
Freiberuflicher Kameraassistent



Inhalt: Im Badezimmerspiegel sieht man das müde Gesicht eines jungen Mannes. Er benetzt sein Gesicht mit Wasser und beginnt dann eine ausführliche Morgentoilette, die sich zu immer absurderen Formen steigert. Was mit einer simplen Haarwäsche beginnt, endet in einem wilden, lustigen Head-Banging mit Fön. Im Gegensatz zu den Spots, die behinderte Menschen gerne als traurige Zeitgenossen mit einem Defizit gegenüber den Nichtbehinderten darstellen, zeigt dieser das Gegenteil. Erst zum Ende des Films zeigt sich: Der Mann sitzt im Rollstuhl - was seiner guten Laune keinen Abbruch tut.

 Finalist 9

Sychronised Swimming for Users of Wheelchairs

Von
Team Klask, Odense (DK)
Nichlas Dahl Jensen
Pernille Møller Jensen
Maria Jøstad
Jonas Grau Thomsen
BjØrn Riber Jensen
Stephanie Askholm
Charlotte Rasmussen
Mike Nielsen
Louise Haldbo Balslev
Tine Fensteen Madsen

Inhalt: Sonne, Dünen, Meer. Eine Gruppe von jungen Menschen mit Behinderungen, die lustige Badekappen tragen, in einem Bus auf dem Weg zum Strand. Ein Schild: "Beach for Handicaped People". Drei Rollstuhlfahrer rollen den Strand hinab aufs Meer zu - um den Bauch tragen sie Schwimmringe mit Krokodilsköpfen und an den Armen Schwimmflügel.
Dann sind sie im Meer, mit Rollstühlen, den Kopf zum Strand gewandt - immer noch ausgestattet mit lustigen Badeaccessoires. Sie beginnen mit einer Choreographie: Synchronschwimmen für Rollstuhlfahrer. Schnitt. Ein Krankenwagen kommt mit Blaulicht angerast. Schnitt. Wieder der Blick aufs Meer. Da, wo vorher die beiden Synchronschwimmer zu sehen waren, treiben jetzt nur noch Schwimmhilfen, Badekappen und zwei Rollstühle im Wasser. Einblendung: " To be continued."

 Finalist 10

Wünsche

Von
Lars Rau,
Oliver Fietz,
Holger Sandtner
Freischaffende Künstler aus Gießen

Inhalt: In vier kurzen Abschnitten werden die unterschiedlichen Wünsche von Personen gezeigt. Zunächst ein Mann im Rollstuhl, der versucht einen Bordstein hinaufzukommen. Dazu eine männliche Stimme: "Ich wünschte mir, ich könnte laufen." Zu den Bilder ist der Schriftzug: "kein Gefühl" eingeblendet. Als nächstes Bilder von einer jungen Frau auf einem Rockkonzert, dazu eine weibliche Stimme : " Ich wünschte, ich könnte hören." Zu den Bilder ist der Schriftzug: "kein Gehör" eingeblendet. Dann Bilder einer alten Frau und ihrer Enkelin, die ihrer Oma ein selbstgemaltes Bild zeigt. Dazu die Stimme einer alter Frau: "Ich wünschte, ich könnte sehen." Zu den Bilder ist der Schriftzug: "keine Sicht" eingeblendet. Zum Schluss Bilder eines Autofahrers, der sein Auto auf einem Behindertenparkplatz parkt. Dazu die Stimme eines Mannes: "Ich wünschte, ich würde heute mal keinen Strafzettel bekommen." Nach den Bildern ist der Schriftzug: "kein Charakter" eingeblendet.

 

eDward-Preisträger 2002

Best eDITing

 

 Platz 1

Vertrauen

Von
Claus Winter, Nürnberg
Designer

Technik
Final Cut Pro, Maya 3.0


Inhalt: Die Szene zeigt eine statische Situation in alltäglicher Umgebung. Es gibt keine Veränderung, keine Dynamik. Die Animation bewegt sich mit der Kamera und um die Kamera herum, die etwas - uns? - zu beobachten scheint. Die Atmosphäre hat etwas Bedrückendes, das sofort an Überwachung denken lässt. Dann zoomt das Bild auf die Kamera zu. Das Schlussbild ist eine Großaufnahme des Schildes, auf dem normalerweise die Herstellerfirma vermerkt wäre. Dort ist aber stattdessen der Schriftzug "Vertrauen" zu lesen.

Die Jury: "Kontrolle, Vertrauen, Sehnsucht - mit stilistisch sparsamsten aber zugleich hochgradig präzisen Mitteln werden enorm vielfältige und tiefgehende Konflikte und Positionen transportiert. Indem ein mechanische und zugleich auch noch ausgezeichnet computeranimiertes Überwachungsinstrument zum Protagonisten wird, der menschliche Sehnsüchte verkörpert, wird ein großartiger Clou erreicht: Wir sehen einer unmenschlichen Überwachungsstruktur zu, deren menschliche Sehnsüchte sich in minimalen Nuancen ausdrücken. Ein Film der zugleich politische Position bezieht. Nahezu spirituelle Dimensionen eine Computeranimation, die einen nachhaltigen Eindruck beim Zuseher hinterlässt. Technisch von schlichter Eleganz: Less is more."

 Platz 2

Hell-Muth

Von
Leif Arne Petersen, Elstal

Technik
Discreet Edit 6.0, After Effekts, Maya 4.0, Discreet Combustion 2.0, Photoshop, Boujou

Inhalt: Realfilm kombiniert mit der 3D-Animation einer singenden Büste eines Teufelskopfes. Hell Mut, der singende Ton-Teufel, trällert sein Lieblingslied "I'm Dreaming of a White Christmas" - Playback. Die Platte hängt, der Teufel ist genervt.

Die Jury: "Äußert unterhaltsam, handwerklich ausgezeichnet und künstlerisch in der Umsetzung bis ins Detail ein Film, der clever und überzeugend ist. Eine Computeranimation von hohem Standard und Esprit, mit Liebe zum Detail.Nur am Rande erfährt der Zuseher, dass es sich offenbar um ein Promo-Band für eine Animationsklasse handelt, deren Qualität der Film so gut widerspiegelt, dass sie in jedem Animator den Wunsch wecken müsste, teilzunehmen.."

 

 Platz 3

Gemini


Von
Héléne Cattet, Paris

Technik
Adobe Premiere, Adobe After Effects

Inhalt: Ein menschlicher Spiegel. Ein nackter Mann mit dunkler Hautfarbe vor einem weißen Hintergrund und ein nackter Mann mit weißer Hautfarbe vor schwarzem Hintergrund. Ihre Bewegungen spiegeln sich in den Bildern, werden einander gegenüber gestellt. In der Schlusseinstellung berühren sich ihre Handflächen.

Die Jury: "Ein wichtiges Anliegen wird mit klaren graphischen Bildern vermittelt. Schwarz und weiß gehalten und dies auch verkörpernd: Die Gleichheit des Menschen in formal gleichen aber gleichzeitig entgegengesetzten Bilder. Die Botschaft wird eindringlich aber unaufdringlich transportiert. Die Splitscreentechnik wird sinnvoll eingesetzt und aufgehoben."

 Finalist 4

Click and Cut

Von
Andrej Gontcharov, Twistringen
Schüler

Technik
Adobe Premiere, Photoshop


 

Inhalt: Ein Jugendlicher sitzt am Computer und klickt sich durch die Programme. Er, sein Bildschirm und seine Mouse sind wechselnd im Bild zu sehen. Der Schnitt wird immer schneller. Dem Jugendlichen scheinen die Sinne zu schwinden, zu lange sitzt er schon vor dem PC. Dann wird das Bild wieder ruhig. Der Mousezeiger bewegt sich plötzlich nicht mehr nur über den Bildschirm, sondern durchs ganze Zimmer und über die heruntergelassenen Rollläden vor dem Fenster. Einblendung: "Have a Break. Have a ..."

 Finalist 5

Done with Milk

Von
Daniel Struppat-Yuhlmann, Elstal

Technik
AVID Media Composer, Softimage XSI

Inhalt: Eine fiktive Werbung für Milch, die unbekannte Vorzüge des Produktes Milch beleuchtet. Ort: Eine Bar, am Tresen. Bildausschnitt: der Oberkörper eines Mannes. Vor ihm: eine Flasche, die von seiner Hand weggenommen - und wieder zurückgestellt wird. Daraufhin hört man aus dem Off ein zaghaftes Rülpsen. Die (virtuelle) Kamera fährt weiter. Auf dem Tresen nun: Eine Flasche Whiskey, daneben ein volles Glas. Das Gleiche geschieht, nur fällt das Rülpsen etwas heftiger aus. Die Kamera fährt weiter. Jetzt steht ein Glas Milch auf dem Tresen. Eine Hand nimmt es fort, verfolgt von der Kamera. Man sieht einen Mann, der das Glas Milch austrinkt, einen Moment wartet und dann sehr lange und laut rülpst. Einblendung: "Done with milk."

 Finalist 6

Le Show Musical

Von
Sascha Langer, Offenbach
Studium der Visuellen Kommunikation, HfG Offenbach

Technik
AVID, Softimage, After Effects

 

Inhalt: Ankündigung / 3D Animation. Verschiedene Tongeräte entwerfen den Gedanken von crossmedialer Kommunikation und Gestaltung. Immer wieder bewegen sich animierte, verfremdete Tongeräte zu Musik durchs Bild.
 

 Finalist 7

Let there be Light

Von
Christian Wieser, Student Mediendesign in Nürnberg
Tobias Dreyer,
Martin Schock


Technik
Adobe Premiere
Inhalt: Der Film spielt in der unwirtlichen Landschaft der Nordpols. Nur Eis, Schnee und Kälte. Im Bild: Zwei Iglus. Zwei Eskimos kommen vom Fischfang nach Hause. Während der Iglu des einen dunkel bleibt, ist der andere plötzlich hell erleuchtet. Einblendung einer Schrifttafel mit dem Namen eines fiktiven Stromanbieters. Dann wieder die beiden Iglus. Im beleuchteten Iglu läuft inzwischen Reggae-Musik und eine Lichtorgel sorgt für Buntes Disco-Licht, dass nach draußen scheint.

 Finalist 8

Taeterprofil

Von
Saskia Benger
Studentin der Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar

Technik
AVID Xpress, Discreet Flint


Inhalt: Der Film verknüpft 3-D Animation und Realbild. Aggressive Bilder, aggressive Atmosphäre. Eine bewaffnete Frau (eine reale Schauspielerin) wird in einen dreidimensionalen virtuellen Raum versetzt. Durch den Raum fließen Zeichen und Schriften, die ihn gleichzeitig gliedern. Stimmen reden durcheinander in verschiedenen Sprachen: Reflexionen über mögliche Beweggründe zu Gewalttaten. Eine virtuelle Kamera umfährt die Frau und behandelt sie wie eine animierte Figur. Zum Schluss richtet die Frau ihre Waffe in Richtung der Zuschauer. Claim: "3577 Taten gegen das Leben, Deutschland 2001."

 Finalist 9

The Next Generation


Von
Tomas Wagner, Frankfurt a.M.

Technik
Pinnacle Edition, 3-D Studio, Photoshop

 

Inhalt: Ort: Ein Zimmer im Krankenhaus. Eine junge Frau ist im 11. Monat chwanger.. Warum kommt das Kind nicht? Der Chefarzt und sein Assistent sind ratlos. Sie überlegen, was Sie noch tun können, um die Geburt einzuleiten. Schnitt auf ein Ultraschallbild des Babys. Hier ist der Grund zu sehen, warum es nicht kommen will: Es sitzt in der Fruchtblase und hält den Controller einer Playstation in den Händen. Einblendung: "The Next Generation. Playstation"

 Finalist 10

Urban


Von
Christine Manger, Design-Studentin in Dortmund


Technik
AVID, Final Cut, After Effects, Photoshop, Pro Tools
Inhalt: Eine junge Frau sitzt gelangweilt auf ihrem Bett und spielt mit ihrem Handy. Aus dem Off ist die Stimme ihrer Freundin zu hören, die ihr die Dinge zeigt, die sie gerade gekauft hat. Sie erzählt von ihrem Kevin und dass ihm dieses und jenes sicherlich gefallen wird. Die junge Frau auf dem Bett ist sichtlich genervt - sie kann den Freund nicht leiden. Doch plötzlich zeigt sie großes Interesse an einem der vorgeführten Gegenstände. Einblendung einer Schrifttafel: "Urban". Erst jetzt sieht der Zuschauer, was die junge Frau aus ihrer desinteressierten Haltung gerissen hat: Eine Klobürste.